Therapie nach Marnitz

7Die Marnitz-Therapie wurde von dem Arzt Dr. H. Marnitz in den 50er Jahren entwickelt. Dr. Marnitz wollte eine Therapie entwickeln, die den menschlichen Körper als Ganzes betrachtet. So wirkte die Schlüsselzonenmassage sowohl direkt auf die behandelnden Körperstellen, als auch reflektorisch auf den gesamten Organismus.

Deshalb ist es wichtig, bei einer Behandlung nicht nur den eigentlichen Schmerzpunkt zu behandeln, sondern alle Zonen die damit in Verbindung stehen. Dies geschieht bei der Marnitz-Therapie mithilfe gezielter Massagegriffe und mobilisierenden Techniken an Muskeln, Bänder und Sehnen. Im Gegensatz zu klassischer Massage wird nicht großflächig gearbeitet, sondern eher kleinflächig und punktuell. Mit Hilfe der speziellen Massagegriffe können Veränderungen auch im tieferen Gewebe ertastet und behandelt werden.

Die Marnitz-Therapie wird hauptsächlich im orthopädischen Bereich eingesetzt. So findet sie unter anderem Anwendungen bei Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen. Gerade Patienten nach Prostataentfernung oder Brustamputation bekommen aufgrund der Schmerzen der Narbenzüge und auch psychischer Vorgänge oftmals Haltungsprobleme oder Schmerzen im Bewegungssystem.